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»Klein Tibet«

Nordindien-Ladakh – Leh

Ein Tibetanisches SOS-Kinderdorf

Der gemeinnützige Verein TCV Tibetan Children´s Village kümmert sich seit 1975 um die Betreuung und Erziehung verwaister oder bedürftiger tibetanischer Kinder zwischen 2 und 16 Jahren. Seit der Chinesischen Besetzung Tibets 1959 kam es zum regelrechten Genozid am tibetischen Volk. Über 100000 Flüchtlinge folgten damals dem Dalai Lama ins indische Exil. Unter ihnen tausende von verwahrlosten hungrigen Kindern.
Die Schwestern des damaligen Dalai Lama gründeten ein Kinderbetreuungszentrum, das TCV.-Es ist offiziell anerkannt und bildet eine autarke Gemeinschaft mit Kinderdorf, Tagesstätte, Schule einem Berufsausbildungszentrum und einem Ausbildungszentrum für Lehrer. Die Kinder leben im Familienverband mit ihrer Pflegemutter und 14 Geschwistern unterschiedlichen Alters in einem der 28 Wohnhäuser. Jede Familie bildet eine eigenständige Einheit in einem kleinen Haus mit eigener Küche und Schlaf-und Gemeinschaftsräumen. Die Kinder kümmern sich wie in einer richtigen Familie um ihre „Geschwister“ und teilen sich die Haushaltspflichten mit der Pflegemutter.
Im Familienverband wird das reiche kulturelle Erbe Tibets vermittelt, in der Hoffnung auf die Rückkehr in ihre Heimat. Gemeinsame Feste werden mit tibetischen Instrumenten und landestypischen Trachten und Tänzen liebevoll und sehr authentisch ausgerichtet.
Die indische Regierung unterstützt diese Organisation leider nicht finanziell. Alles wird über Spenden, auch durch den jetzigen Dalai Lama, gestemmt.
Jim Mafrim war vor Ort, hat sich die kleinen Häuschen der Familien angesehen, mit den Kindern gelacht und sich die Vorbereitung auf den Unabhängigkeitstag am 15.August mit Musik und Tanz angesehen. Er war begeistert vom Engagement aller Menschen vor Ort. Mit wirklich geringen Mitteln lebt dort eine Gemeinschaft fröhlicher Kinder in liebevoller Umgebung.