Santa Catalina Kloster in Arequipa/Peru

Kulturfotografie

Santa Catalina Kloster in Arequipa/Peru

Der Eventfotograf Jim Mafrim zeigt, wie bunt Peru sein kann.

Im Jahr 1579 wurde das Kloster der Schwestern vom Orden der heiligen Katharina von Siena im Zentrum der Andenstadt Arequipa (2300 ü.M.) gegründet. Das Kloster erstreckt sich über eine Fläche von 20000m² und wurde im Mudéjarstil wie eine kleine Stadt, mit Stassen in sehr lebhaften Farben erbaut. Dabei wurden Materialien (Ziegelstein) sowie Bauformen und Dekor aus der islamischen Architektur wie Hufeisenbogen, Flächenverzierungen, Stuckornamente verbunden. Zweimal wurde Arequipa, und somit auch Teile des Klosters durch Erdbeben stark beschädigt. Das letzte Mal 1960.
Mit etwa 12 Jahren brachten damals die reichen spanischen Familien ihre zweitgeborenen Töchter in die Obhut der Santa Catalina Nonnen. Eine reiche Mitgift ermöglichte den Nonnen, die ihr Leben lang das Kloster nie verließen und die Familie nur durch ein Gitter sprechen aber nicht sehen oder gar berühren konnten, ein komfortables Leben. In der Regel hatten sie eine Dienerin und bewohnten mehrere Räume mit eigener Küche und Vorratsraum.
Schätzungsweise 150 Nonnen mit ca.300 Bediensteten lebten bis 1871 in den Klostermauern. Dann entsandte Papst Pius IX. eine regeltreue Dominikanerin, die das Leben im Santa Catalina Kloster reformieren sollte. Das weitest gehend ungezwungene Leben in Klausur mit Personal hatte fortan ein Ende. Zurzeit leben nur noch ein Dutzend Nonnen in Santa Catalina. Jedoch unter zeitgemäßen Umständen.
Seit einer Renovierung des Klosters im Jahre 1970 sind Teile des Klosters Santa Catalina der Öffentlichkeit zugänglich. Seither gehört das Kloster den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im Süden Perus. Die Gassen der Anlage sind nach spanischen Städten benannt.